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Entlastung des Körpers - Unterstützung der Heilung

Was soll man essen und warum? Schon wegen der Vielfalt des weltweiten Nahrungsangebots ist es schwer, die Frage kurz und einfach zu beantworten.
Zielt die Frage aber auf eine sinnvolle Unterstützung der Behandlung von Erkrankungen durch die Nahungszusammenstellung, dann muss deren Bedeutung richtig erklärt und verstanden werden.
Es kommt darauf an, den Körper in Anpassung an die individuellen Umstände zeitweise durch eine sehr verträgliche Kost zu entlasten und den Heilungsprozess dadurch auf natürliche Weise zu unterstützen.

Eine allgemeine Unterscheidung zwischen „gesunder“ oder „schlechter“ Kost ist dabei zunächst (bis auf Extreme) nicht maßgeblich. Extreme (und damit fragwürdige Kost) kann etwa sein: „Ökokost“, bei der der Körper dauernd mit schwer zu stoffwechselnder Rohkost (z. B. Salate, Möhren, Obst, frisches Vollkorn) belastet wird, oder „Junkfood“, bei dem andauernd nur Fette und Zucker aufgenommen werden (also etwa Pommes, Currywurst, Schokolade, Limonaden mit viel Zucker).
Wichtiger ist es zu verstehen, wie im Körper der Aufschluss der Nahrung, also die eigentliche Verstoffwechselung, erfolgt. Auch als „gesunde Nahrung“ angepriesene Bestandteile einer ansonsten ausgewogenen Kost können als schlimme Störfaktoren krank machen. Und es kann das Gegenteil des Beabsichtigten erreicht werden: Heilung kann behindert oder verhindert werden.

Dies zeigt sich zum Beispiel mit Blick auf viele pauschale Diäten oder den „Glauben“ an „gesunde Nahrung“ bei Magen-Darm-Erkrankungen. Fehlen hier Enzyme oder intakte Organfunktionen, so ist eine gesunde Nahrungsaufnahme gestört. Solche und ähnliche Umstände sind oft bedeutender als pauschale Antworten auf die Frage, was gesund ist und was nicht.
Kommt es also durch eine Fehlverstoffwechselung von „gesunder Nahrung“ zu Störungen, dann leiden viele andere Organfunktionen, wie z. B. auch die Leber und die Milz, und deren zentrale Funktion für das Immunsystem.

In traditioneller westlicher Medizin werden Diäten gerne allgemein als Maßnahmen zur Gewichtsreduzierung oder bei Grunderkrankungen (wie etwa Diabetes) empfohlen. „Mangelerscheinungen“ sollen hier oft quantitativ ausgeglichen werden, also etwa durch Aufnahme zusätzlicher Vitamine aus Nahrungsergänzungsmitteln.
Für viele weitere Erkrankungen gibt es sich oft widersprechende Empfehlungen zur Nahrungsaufnahme und Diät. Kaum oder praktisch nie werden solche Empfehlungen unter Einbeziehungen der Mikrobiologie gegeben: Und dies, obwohl vorausgesetzt werden kann, dass gerade Mikroorganismen oder Erreger „eine besondere Vorliebe“ für bestimmte Nahrungsmittel haben. Und dies kommt leider häufig vor.
Es wäre daher hilfreich, eine Diät-Empfehlung immer erst nach sorgfältiger mikrobiologischer Diagnostik und einem Status von Krankheitserregern zu geben. Daraus erst ergibt sich Klarheit, was gesund für den einzelnen Menschen ist und nicht ungünstig der Vermehrung der Erreger dient.

In der TCM (Traditionellen Chinesischen Medizin) wird von einem „fließenden Übergang“ zwischen Nahrungsaufnahme und Gesundbleiben oder Gesundwerden ausgegangen. In der östlichen Medizin dienen Nahrung und Diäten gemeinsam dazu, die Organfunktionen oder andere Funktionen zu verbessern. Chinesische Hühnersuppen gelten z. B. als traditionelle Kräftigungssuppen. Das Huhn bildet die Grundlage für die stärkende Suppe, die mitgekochten Chinesischen Kräuter unterstützen die Organfunktionen.

Auch die Traditionelle Chinesische Medizin berücksichtigt hierbei keine Erkenntnisse der Mikrobiologie, was damit auch die Qualität jeder Diät dieser Herkunft einschränkt. Immerhin wird aber, besonders bei Kranken, ein weitgehender Verzicht auf rohe Nahrung empfohlen und ein stärkerer Bezug zu Verträglichkeit hergestellt, als in der westlichen Medizin.
Auch der Verzicht auf „stark süße Nahrung“ ist eine häufige Empfehlung. Ohne „wissenschaftlichen“ Hintergrund, erreicht diese Medizin als „östliche“ Heilkunde dabei eine bessere Förderung der Gesundheit, als es in der Regel medizinisch verordnete „westliche“ Diäten tun.

Bei Normamed-Diät-Empfehlungen werden die westliche und die östliche Sichtweise in wichtigen Komponenten verbunden und durch bedeutende Komponenten ergänzt. Wichtig ist es auch, Hinweise zur Behandlung von Lebensmitteln zu berücksichtigen - um Neuinfektionen etwa mit Parasiten zu vermeiden. So ist etwa der Verzehr von ungewaschenem Salat höchst problematisch.

Normamed-Infoblatt für Kinder "Der Salatesser Ongte-Pongte" öffnen

Normamed-Informationen schon für Kinder: Salat kann gesund sein, muss es aber nicht ...

Zunächst ist der wesentliche Unterschied zu allen andern medizinischen Ansätzen die feste Einbeziehung der Mikrobiologie – hier die Suche nach Erregern – wie z. B. Parasiten, pathogenen Pilzen und Bakterien.
Da bestimmte Erreger bestimmte Nahrung bevorzugen und dem Körper schaden, ergibt sich daraus eine klare Begründung für den jeweiligen Verzicht, bis man wieder gesund ist.

Eine Diät ist immer eine Beeinträchtigung der Gewohnheiten. Eine Diät muss deshalb so effizient und so kurz wie möglich durchgeführt werden. Die Philosophie „was man isst“ „was nicht“, ist nicht Gegenstand der Normamed-Medizin ist. Generell ist eine gesunde Mischkost, abwechslungsreich und je nach dem persönlichen Geschmack das Ziel, das direkt mit hoher Lebensqualität verbunden sein soll.
Um dies einfach und leicht erreichbar zu machen, verbindet die Normamed-Methode Informationen aus der Anamnese, der Mikrobiologie und besonders des Stoffwechsels zu einem „Typ“ Krankheit, für den jeweils eine Empfehlung für eine zeitlich begrenzte Nahrungszusammenstellung entwickelt wurde. Um dies sinnvoll tun zu können erfolgt für wenige Tage eine Analyse und Befragung über Nahrungsaufnahme, Verträglichkeiten und Unverträglichkeiten.

Das Ziel der Diäten des Normamed-Programms unterscheidet sich von der westlichen und der fernöstlichen Medizin grundsätzlich. Das Hauptziel ist es eben zunächst, eine unbedingte Verträglichkeit einer Kost herbeizuführen, so dass z. B. weiche Stuhlgänge, Diarrhöen oder Verstopfungen (Obstipationen) verschwinden. Die Verdauung muss durch die Bestandteile der Nahrung so unterstützt werden, dass sie sich normalisiert: Ein bis zwei Mal fester Stuhlgang am Tag, ohne Verdauungsbeschwerden, ist das Ziel.

Krankheiterregern die Nahrung entziehen

Gleichzeitig muss durch die Zusammenstellung der Kost ggf. nachgewiesenen Krankheitserregern die Nahrung entzogen werden. Die Speisen müssen besonders unter Beachtung der jeweiligen Milz-, Gallenblasen- und Nierenfunktion so angepasst werden, dass sie maximal verträglich sind. Dazu liefert die Chinesische Medizin wichtige Impulse, die man auch mit westlicher Nahrung gut umsetzten kann.

Verdauungsenzyme unterstützen

Bei bestimmten Störungen der Organe, die mittels chinesischer Diagnostik aber auch der Normamed-Mund-Rachen-Anamnese erkannt werden, kommen zur Unterstützung der wichtigsten Normamed-Diäten chinesische Heilkräuter zur Anwendung, um die Verträglichkeit noch weiter zu verbessern und die natürlichen Enzyme der Verdauung anzustoßen.

Intakte Verdauung schaffen

Somit ist es das Kernziel, so rasch und schonend wie möglich, eine intakte Verdauung wieder herzustellen. Diese ist die Basis für die weitere Verbesserung z. B. bestimmter organischer Störungen, die ohne dieses Vorgehen kaum behandelbar sind.

Typisierungen von Diäten zur zeitlich begrenzten Unterstützung der Behandlung sind von großer Bedeutung. Für einige dieser Diäten gibt es als Alternative keine Medizin, nicht in der westlichen und auch nicht in der fernöstlichen.

Sie finden hier eine unserer Diäten für eine empfindliche Verdauung mit Durchfall und wechselnden Stühlen. Sie können diese herunterladen und ausprobieren. Bitte beachten Sie: Diese Diät ersetzt keinen Arztbesuch. Bei stärkeren Beschwerden sollten Sie in jedem Fall umgehend ärztlichen Rat einholen.

Infoblatt "Normamed-Diätempfehlungen bei Durchfall" öffnen

Aufgrund langjähriger Praxiserfahrungen wurden in diese Diät verschiedene Komponenten so integriert, dass mit ihnen eine breite Basis der Verdauungsstörungen angesprochen wird. Die Speisen sind so zusammengestellt, dass sie den häufig vorkommenden Krankheitserregern wenig Nahrung lassen. Die Komponenten führen im Regelfall bei empfindlicher Verdauung rasch zu einer Besserung. Dennoch sollten Sie im Zweifel bei fortdauernden Beschwerden einen Arzt aufsuchen, der sodann den Ursachen der Beschwerden nachgehen kann.
Erfahrungen mit dieser Diät können Sie uns sehr gerne mitteilen. Wir beraten Sie auch gerne, wie Sie im Anschluss die Besserung Ihres Befindens auch für eine nachhaltige Gesundung nutzen können.

Probiotika (etwa Acidophilus- und Bifidokulturen) sind ein Beispiel für Erweiterungsmöglichkeiten der Traditionellen Chinesischen Medizin und der westlichen Schulmedizin: In beiden ist der Einsatz der Mikrobiologie zu Heilungszwecken eher weniger bekannt.

Verbündete im Kampf gegen schädliche Erreger

Laut „chinesischer Philosophie“ ist Nahrung Bestandteil der Gesundung und Gesunderhaltung. Folgt man diesem Gedanken, dann ist der individuelle und krankheitsbezogene Einbezug moderner Erkenntnisse der Mikrobiologie logisch und konsequent. Dazu gehören auch bewusst gezüchtete Probiotische Kulturen, die für eine gesunde Darmflora sorgen: Bifido-Bakterien sind Verbündete im Kampf gegen schädliche Erreger.
Sofern Probiotika oder bestimmte Milchsäurepräparate vertragen werden (bei normaler Verdauung oder Verstopfung/Obstipation) tragen sie entscheidend zur Gesundheit oder Gesundung bei.
Schwierigkeiten ergeben sich besonders bei Durchfällen oder wechselnden Stühlen, bei breiigem Stuhlgang oder sehr empfindlicher Verdauung: Eben diese gesunden und gesunderhaltenden Mittel werden zunächst kaum vertragen. Im Gegenteil: Ihre Anwendung kann zu sehr heftigen Verschlechterungen führen.

Fachkundige Abstimmung von Nahrungsmitteln, Verträglichkeit und Probiotika

Es kommt dann darauf an, mittels eines geschickten Regulierungsprozesses der Verdauungsvorgänge die erwünschten Probiotika in Schritten wieder verträglich zu machen. Dies ist ein komplizierter Prozess. Für den Erfolg wird eine lückenlose mikrobiologische Analytik benötigt Dazu werden je in Abhängigkeit der sorgfältigen Diagnostik wichtige Organfunktionen angesprochen. Entscheidend bei der Einregulierung sind hier besonders die Gallenblase, die Nieren und die Milz.
Erst die systematische Kombination eröffnet die Chance, diese so wichtigen Mittel von Zeit zu Zeit wieder vertragen zu können. Eben dazu dient auch eine bestimmte Anpassung der Kost: Damit störende Nahrungskomponenten nicht irrtümlich als Unverträglichkeit vom Probiotika gedeutet werden. Es ist also unbedingt ratsam, zunächst eine verträgliche Kost für eine empfindliche Verdauung zusammenzustellen und danach erst weitere Komponenten einer Therapie zu integrieren.

Für eine schnelle und nachhaltige Besserung des Befindens

Normamed-Diäten und Ernährungsempfehlungen sind oft zeitlich begrenzte Maßnahmen zur Unterstützung der Behandlung. Sie basieren auf den jeweiligen persönlichen Verdauungsstörungen. Sie zielen auf eine systematische Regulierung der körperlichen Prozesse. Dabei spielen zur Besserung der Organfunktionen Probiotika ebenso eine Rolle wie chinesische Kräuter.
Denn: Bei intakter Verdauung ist ein intaktes Funktionieren von Milz, Gallenblase und Nieren wieder möglich – und die Chance auf schonende Behandlung und Beseitigung anderer Ursachen von Beschwerden (wie Infektionen mit krankmachenden Keimen) wird dadurch unterstützt.