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Mögliche Mitursache für viele chronische Erkrankungen

Bei Hefepilzen, die oft nur unter der Bezeichnung „Candida“ bekannt sind, muss man unterscheiden, ob es sich um krankmachende (pathogene) Hefen handelt – oder etwa um harmlose Nahrungshefen. Innerhalb der Gattung "Candida“ sind nur wenige Arten pathogen, die Hefe Candida albicans gehört dazu.
Unvollständige oder unterbleibende Behandlungen von Infektionen mit pathogenen Hefen begünstigen chronische Erkrankungen, die schon in Anfangsstadien vermieden werden könnten. Versäumte Behandlungen im Einzelfall führen generell zu einer Zunahme von sogenannten "Volkskrankheiten": Es häufen sich schwer behandelbare, teure und chronische Erkrankungen. Solche Tatenlosigkeit schadet dem Gesundheitswesen und dem Ansehen einer ansonsten hochentwickelten Medizin.

Unterstützung der medizinischen Forschung

Schon seit Anfang des 19. Jahrhunderts erforschte die Medizin den Zusammenhang zwischen vielen Krankheiten und diesen Infektionen. Bedeutende Ärzte und Wissenschaftler verfassten dazu bis Mitte des letzten Jahrhunderts eine Fülle von Studien, in denen die unbedingte Beachtung der Infektionen in allen Bereichen der Medizin immer wieder betont wurden. Dies war lange vor der Zeit des Internets, sodass viele wichtige Arbeiten oftmals nur in Form alter Bücher oder Zeitschriften mit niedrigen Auflagen existieren. Diese Literatur mit bedeutenden Erkenntnissen der Wissenschaft und Grundlagenforschung ist heute kaum verfügbar.

Wir werden fortschreitend Forschungsergebnisse und die Literatur zum Thema bereitstellen. Wir haben dazu Orignalliteratur einscannen lassen. Wissenschaftlich Interessierte können die PDF auch nach Schlagworten durchsuchen. Siehe die Literaturliste am Fuß dieser Seite.

Einer Auswahl zum Thema finden Sie auch hier:

Literatur und Informationen zur Diagnostik und Therapie von Infektionen mit pathogenen Hefen.


Die Vernachlässigung und Verharmlosung einer Infektion - mit Folgen

Diese Lage und die immer dürftigeren Lehrangebote der Universitäten sind leider eine Mitursache für den heutigen Stand der Erkenntnisse auf diesem Gebiet. Trotz längst gesicherter Erkenntnisse und der großen Bedeutung dieser gefährlichen Infektionen haben diese Krankheitserreger kaum mehr einen hohen Stellenwert in der Diagnostik und Therapie aller Fachrichtungen. Auch findet zudem heute sehr wenig Forschung auf diesem Gebiet statt. Insofern sind wissenschaftliche Aktivitäten Zum Beispiel:
Dalle, F. et al. (2010). Cellular interactions of Candida albicans with human oral epithelial cells and enterocytes. Cell Microbiol 12: 248-271.

Zakikhany, K. et al. (2007). In vivo transcript profiling of Candida albicans identifies a gene essential for interepithelial dissemination. Cell Microbiol 9: 2938-2954.

Thewes, S. et al. (2007). In vivo and ex vivo comparative transcriptional profiling of invasive and non-invasive Candida albicans isolates identifies genes associated with tissue invasion. Mol Microbiol 63: 1606-1628.

Weitere Literatur zum Thema Candida im Literaturverzeichnis 
eher selten.

Mundisolat Candida albicans, 400fache Vergrößerung, auf Reisagar
Mundisolat Candida albicans, 400fache Vergrößerung, auf Reisagar

Dies schafft nicht nur körperlich, sondern auch medizinwissenschaftlich ein für die Erreger günstiges Milieu: Sie können sich ungehindert verbreiten und es entsteht eine hohe Durchseuchung, die dann als Normalität fehlinterpretiert wird. Das ist eine vermeidbare Entwicklung, die der Gesellschaft und ihrer eigentlich hoch entwickelten Medizin zum Nachteil gereicht.

Wie bei vielen anderen Erregern erkennt man auch bei Candida albicans oft nicht oder nicht früh genug ihr hohes Gefahrenpotential für den Infizierten. Anfänglich keine oder geringe Symptome werden gar nicht oder nur isoliert und oft immer wieder behandelt. Damit werden die Risiken und Spätfolgen der Infektion zu Unrecht ausgeblendet.

Vielfach ist Candida albicans zum Beispiel in der Gynäkologie oder der Partnermedizin lediglich als Juckreiz erzeugende und damit unangenehme und lästige – oftmals wiederkehrende – Erscheinung bekannt. Die Pilze werden aber nicht nur auf diesem Weg übertragen, sondern auch von Mund zu Mund oder vom Mund zu anderen Schleimhäuten. Über den Magen-Darm-Trakt erreichen sie so den gesamten Körper.

Candida albicans und auch andere pathogene Hefen (wie z. B. Candida tropicalis, famata, glabrata, guilliermondii, krusei, parapsilosis u.v.m.) können unbehandelt viele Basisfunktionen des Körpers beeinträchtigen und stören – und Schritt für Schritt zu komplexen Krankheitsbildern führen. Diese Krankheiten lassen sich dann oftmals nicht mehr (wie anfänglich möglich) kurz und ohne Komplikationen behandeln. Die pathogenen Hefen verfügen über eine hohe Kraft der Schädigung vieler Grundfunktionen des Körpers, seiner Zellen und der Organe.

Auch die Folgen der Unterschätzung pathogener Hefen für das Gesundheitssystem und die Gesellschaft sind erheblich. Unvollständige oder unterbleibende Behandlungen begünstigen chronische Erkrankungen, die in Anfangsstadien vermieden werden könnten.

Die Folgen sind ein Teil des heute schon erkennbaren Problems des gesamten medizinischen Versorgungssystems mit einer Zunahme von langen, teuren und schweren chronischen Erkrankungen.

In vielen Publikationen wurden bereits in den frühen Nachkriegsjahren Belege vorgelegt, die einen direkten Zusammenhang zwischen Erkrankungen, und der Infektion durch Candida albicans zeigen. Karies, Parodontose, HNO-Infektionen, Erkrankungen und Befall aller innerer Organe, der Blase, der Nieren und viele innere Krankheiten sind nur Beispiele. Sie führen unbehandelt nach langem Verlauf oft zu generalisierten Mykosen.

Es wird fast nie beachtet, dass z. B. Abgeschlagenheit, Müdigkeit, Schlafstörungen, Erschöpfung, Verdauungsbeschwerden, Schmerzen in Gelenken oder sogar psychische Beschwerden auch von Pilzinfektionen verursacht werden, die alle Grundfunktionen des Körpers erreicht haben. Es sei hier deutlich gemacht, dass dies vermeidbar ist.

Pathogene Hefen wie Candida albicans geben u. a. ständig Giftstoffe ab. Diese gelangen aus dem Verdauungstrakt ins Blut. Das Immunsystem und der gesamte Stoffwechsel werden so erheblich gestört. Gifte dieser Hefen (Fuselalkohole) belasten Leber und Nieren so stark, dass z. B. langjährig eine Fettleber entsteht und/oder chronische Kopfschmerzen häufig durch sie allein verursacht sein können. Auch sind diese Erreger an der Entstehung von Leber- und Nierenkrebs beteiligt.

Pathogene Hefen können für viele Beschwerden mitursächlich sein

zum Beispiel bei:

  • akuten und chronischen Magen-Darm-Erkrankungen
  • schweren chronische Entzündungen
  • Nahrungsunverträglichkeiten
  • Störungen der Leber-, Gallen- und Nierenfunktion
  • Erkrankungen der Schleimhäute
  • Erkrankungen der Haut (z. B. Akne und Neurodermitis)
  • rezidivierenden Infektionen durch eine Vielzahl von Erregern
  • vielen chronischen und/oder wechselnden Schmerzen
  • Störungen des Immunsystems
  • rheumatischen und polyarthritischen Beschwerden.

Behandlung von Candida-albicans-Infektionen

Mit gesicherten Erkenntnissen (deren Grundlage auch die Forschungsarbeiten von Prof. Dr. Dr. H. H. Rieth †, Uni Klinik Hamburg Eppendorf bilden, Foto von 1974) suchen wir besonders gründlich und systematisch nach pathogenen Hefen.
Sie lassen sich – wenn man weiß wie und vorher festgestellt hat, um welchen der Erreger es sich handelt und wo er sich im Körper angesiedelt hat – grundsätzlich gut behandeln. Das bedarf einer besonderen Systematik und Sorgfältigkeit.
Wir machen an dieser Stelle Teile der wissenschaftlichen Literatur von Prof. Dr. Dr. Hans Rieth wieder öffentlich zugänglich. In vielen Aspekten zeigen die oft einfachen und verständlichen Darstellungen ein umfassendes Fachwissen, das heute nicht mehr selbstverständlich ist. Auch die Mykologie der Gegenwart kann noch gut von den Erkenntnissen des letzten Jahrhunderts profitieren. Unsere mykologische Forschung nimmt viele der Erkenntnisse der gezeigten Literatur als Basis der wissenschaftlichen Weiterentwicklung.

Bei den herunterladbaren Publikationen handelt es sich um PDF mit Seitenscans der Originalliteratur, deren Text teils nach Schlagworten durchsucht werden kann. Deshalb muss ggf. mit längeren Downloadzeiten gerechnet werden. Die Dateigrößen sind bei den jeweiligen Publikationen angegeben.

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Wissenschaftliche Literatur zur Mykologie

 

Götz, Hans und Rieth, Hans (Hrsg.) (1969).
Humanpathogene Pilze im Tier- und Pflanzenreich. Vorträge der 5. Wissenschaftlichen Tagung der Deutschsprachigen Mykologischen Gesellschaft in München am 17. und 18. Juli 1965. Berlin 1969.

Publikation öffnen (112 MB)

Götz, Hans und Rieth, Hans (Hrsg.) (1969).
Diagnostik und Therapie der Pilzkrankheiten und neue Erkenntnisse in der Biochemie der pathogenen Pilze. Vorträge der 6. Wissenschaftlichen Tagung der Deutschsprachigen Mykologischen Gesellschaft in Wien am 15. bis 1. Juli 1966. Berlin 1970.

Publikation öffnen (227 MB)

Nolting, Siegfried und Seebacher, Claus (1993).
Ciclopiroxolamin : Wegweiser topischer Mykose-Therapie. Jena 1993.

Publikation öffnen (104 MB)

Rieth, Hans (1979).
Hefe-Mykosen. Erreger - Diagnostik - Therapie. Mit einem Geleitwort von H. Grimmer. München, Berlin, Baltimore 1979.

Publikation öffnen (70 MB)

Rieth, Hans et al. (1983)
Pilze in Medizin und Umwelt. GIT-Supplement 5/83. Darmstadt 1983.

Publikation öffnen (95 MB)

Rieth, Hans (1984).
Pilzdiagnostik - Mykosentherapie. Melsungen 1984

Publikation öffnen (205 MB)

Rieth, Hans (1986).
Mykologische Diagnostik. Darmstadt 1986.

Publikation öffnen (70 MB)

Rieth, Hans (1988).
Mykosen. Anti-Pilz-Diät in 50 Folgen. Melsungen 1988.

Publikation öffnen (50 MB)

Rieth, Hans (1988).
Mykosen. Typische Fälle. Fall 1-50. Melsungen 1988

Publikation öffnen (50 MB)

Rieth, Hans (1989).
Mykosen. Typische Fälle. Fall 51-100. Melsungen 1989

Publikation öffnen (50 MB)

Schirren, Carl (2004).
Die Entwicklung der Mykologie in Hamburg am Beispiel von H. C. Plaut und H. Rieth.
Folia Dermatologica 2, Hamburg 2004.

Publikation öffnen (49 MB)