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Mögliche Mitursache für viele chronische Erkrankungen

Bei Hefepilzen, die oft nur unter der Bezeichnung „Candida” bekannt sind, muss man unterscheiden, ob es sich um krankmachende (pathogene) Hefen handelt – oder etwa um harmlose Nahrungshefen. Innerhalb der Gattung „Candida” sind nur wenige Arten pathogen, die Hefe Candida albicans gehört dazu.

Unvollständige oder unterbleibende Behandlungen von Infektionen mit pathogenen Hefen begünstigen viele chronische Erkrankungen, die durch ihre Behandlung in Anfangsstadien vermieden werden könnten. Die Folge unterbleibender Behandlungen ist zudem unter anderem die Zunahme von schweren und teuren chronischen Erkrankungen sowie eine Belastung des medizinischen Versorgungssystems.

Unterstützung der medizinischen Forschung

Schon seit Anfang des 19. Jahrhunderts erforschte die Medizin den Zusammenhang zwischen vielen Krankheiten und Infektionen durch pathogene Hefen. Bedeutende Ärzte und Wissenschaftler publizierten dazu bis Mitte des letzten Jahrhunderts eine Fülle von Studien und Einzelfallschilderungen. (Eine Zusammenstellung der Weltliteratur bis zu den 1990er Jahren findet sich bei Schirren, Carl (2004): Die Entwicklung der Mykologie in Hamburg am Beispiel von H. C. Plaut und H. Rieth, Folia Dermatologica 2, Hamburg, siehe unten).

In diesen Publikationen wurde die Notwendigkeit der unbedingten Beachtung solcher Infektionen in allen Bereichen der Medizin immer wieder betont. Dies geschah lange vor der Zeit des Internets, sodass gerade diese vielen wichtigen Arbeiten oftmals nur in Form alter Bücher geringer Auflagen oder Zeitschriften existieren. Diese Literatur mit diesen so bedeutenden Erkenntnissen der Wissenschaft und der Grundlagenforschung ist damit heute kaum verfügbar und auch im Internet bisher nicht auffindbar.

Aufgrund diese Defizits und der medizinischen Bedeutung stellt Normamed fortschreitend Forschungsergebnisse und die Literatur zum Thema bereit. Dazu wurde Originalliteratur eingescannt. Wissenschaftlich Interessierte können die PDFs auch nach Schlagworten durchsuchen. Siehe die Literaturliste am Fuß dieser Seite.

Einer Auswahl zum Thema finden Sie auch hier:

Literatur und Informationen zur Diagnostik und Therapie von Infektionen mit pathogenen Hefen.


Die Vernachlässigung und Verharmlosung einer Infektion - mit Folgen

Die Lage, dass seit Jahrzehnten immer dürftigere mikrobiologische Lehrangebote der Universitäten die Ausbildung kennzeichnen, trägt weiter zur Fehleinschätzung und gleichzeitig zur Verbreitung von Candida-Infektionen bei.

Trotz längst gesicherter Erkenntnisse und der großen Bedeutung dieser gefährlichen Infektionen haben diese Krankheitserreger kaum mehr einen hohen Stellenwert in der medizinischen Versorgung aller Fachrichtungen. Das Internet zeugt oft von Pseudofachwissen, das gegen die medizinisch gesicherten Erkenntnisse verbreitet wird. Mangels Ausbildung und mangels dieser Kenntnisse findet entsprechend heute kaum mehr Forschung auf diesem Gebiet statt. Insofern sind wissenschaftliche Aktivitäten Zum Beispiel:
Dalle, F. et al. (2010). Cellular interactions of Candida albicans with human oral epithelial cells and enterocytes. Cell Microbiol 12: 248-271.

Zakikhany, K. et al. (2007). In vivo transcript profiling of Candida albicans identifies a gene essential for interepithelial dissemination. Cell Microbiol 9: 2938-2954.

Thewes, S. et al. (2007). In vivo and ex vivo comparative transcriptional profiling of invasive and non-invasive Candida albicans isolates identifies genes associated with tissue invasion. Mol Microbiol 63: 1606-1628.

Weitere Literatur zum Thema Candida im Literaturverzeichnis 
eher selten. Gängige Leitlinien zu medizinischen Grundlagen der Mykologie mahnen an, die Ausbildungslücken zum Wohle der Patienten unbedingt zu schließen.

Mundisolat Candida albicans, 400fache Vergrößerung, auf Reisagar
Mundisolat Candida albicans, 400fache Vergrößerung, auf Reisagar

Damit schafft heutige Medizin nicht nur körperlich für die Betroffenen, sondern auch medizinwissenschaftlich ein für die Erreger günstiges Milieu. Sie können sich ungehindert verbreiten.

Die sich daraus längst entwickelt habende hohe Durchseuchung, die inzwischen fälschlich als Normalität interpretiert wird, hat weitereichende Folgen für das Gesundheitssystem. Es ist Zeit, die Folgen dieser Entwicklung zu beachten und erforderliche Konsequenzen daraus zu ziehen.

Vielfach ist Candida albicans zum Beispiel in der Gynäkologie oder der Partnermedizin lediglich als Juckreiz erzeugende und damit unangenehme und lästige – oftmals wiederkehrende – Erscheinung bekannt. Die Pilze werden aber nicht nur auf diesem Weg übertragen, sondern auch von Mund zu Mund oder vom Mund zu anderen Schleimhäuten. Über den Magen-Darm-Trakt erreichen sie so den gesamten Körper.

Candida albicans und auch andere pathogene Hefen (wie z. B. Candida tropicalis, famata, glabrata, guilliermondii, krusei, parapsilosis u.v.m.) können unbehandelt viele Basisfunktionen des Körpers beeinträchtigen und stören – und Schritt für Schritt zu komplexen Krankheitsbildern führen. Diese Krankheiten lassen sich dann oftmals nicht mehr (wie anfänglich möglich) kurz und ohne Komplikationen behandeln. Die pathogenen Hefen verfügen über eine hohe Kraft der Schädigung vieler Grundfunktionen des Körpers, seiner Zellen und der Organe.

In vielen Publikationen wurden bereits in den frühen Nachkriegsjahren Belege vorgelegt, die einen direkten Zusammenhang zwischen Erkrankungen und der Infektion durch Candida albicans zeigen. Karies, Parodontose, HNO-Infektionen, Erkrankungen und Befall aller innerer Organe, der Blase, der Nieren sind nur Beispiele. Sie führen unbehandelt nach langem Verlauf oft zu generalisierten Mykosen. Häufige Magen-Darm-Beschwerden vieler Art wie Reflux, Schmerzen, Durchfall, Verstopfung, Nahrungsunverträglichkeiten etc. haben in der vernachlässigten Mykologie ihren Ursprung.

Fast nie wird beachtet, dass z. B. Abgeschlagenheit, Müdigkeit, Schlafstörungen, Erschöpfung, Verdauungsbeschwerden, Schmerzen in Gelenken oder sogar psychische Beschwerden auch von Pilzinfektionen verursacht werden können, die alle Grundfunktionen des Körpers erreicht haben. Es sei hier deutlich gemacht, dass dies vermeidbar ist! Pathogene Hefen wie Candida albicans geben u. a. ständig Giftstoffe ab. Diese gelangen aus dem Verdauungstrakt ins Blut. Das Immunsystem und der gesamte Stoffwechsel werden so erheblich gestört.

Gifte dieser Hefen (Fuselalkohole) belasten Leber und Nieren so stark, dass z. B. langjährig eine Fettleber entstehen kann und/oder chronische Kopfschmerzen häufig durch sie allein verursacht sein können. Auch sind diese Erreger an der Entstehung von Leber- und Nierenkrebs beteiligt.

Eine intestinale Hefeinfektion entwickelt an einem Tag 0,5 bis 1 Liter giftigen Alkohol, der von der Leber aufgeschlossen werden muss und dann überwiegend über die Nieren in die Blase ausgespült wird. Die Wirkung dieser Gifte auf den Organismus ist fatal.

Pathogene Hefen können für viele Beschwerden mitursächlich sein

zum Beispiel bei:

  • akuten und chronischen Magen-Darm-Erkrankungen
  • schweren chronische Entzündungen
  • Nahrungsunverträglichkeiten
  • Störungen der Leber-, Gallen- und Nierenfunktion
  • Erkrankungen der Schleimhäute
  • Erkrankungen der Haut (z. B. Akne und Neurodermitis)
  • rezidivierenden Infektionen durch eine Vielzahl von Erregern
  • vielen chronischen und/oder wechselnden Schmerzen
  • Störungen des Immunsystems
  • rheumatischen und polyarthritischen Beschwerden
  • Gefäßerkrankungen.

Behandlung von Candida-albicans-Infektionen

Mit gesicherten Erkenntnissen (deren Grundlage auch die Forschungsarbeiten von Prof. Dr. Dr. H. H. Rieth †, Uni Klinik Hamburg Eppendorf bilden, Foto von 1974) wird mit der Normamed-Methode besonders gründlich und systematisch nach pathogenen Hefen gesucht.

Sie lassen sich grundsätzlich gut behandeln – wenn man weiß wie und wenn man vorher festgestellt hat, um welchen der Erreger es sich handelt und wo er sich im Körper angesiedelt hat. Das bedarf einer besonderen Systematik und Sorgfalt.

Wir machen an dieser Stelle zur Unterstützung der Medizin Teile der alten wissenschaftlichen Literatur von Prof. Dr. Dr. Hans Rieth durch Digitalisierung schrittweise wieder öffentlich zugänglich. In vielen Aspekten zeigen die oft einfachen und verständlichen Darstellungen ein umfassendes Fachwissen, das heute nicht mehr selbstverständlich ist. Auch die Mykologie der Gegenwart kann noch gut von den Erkenntnissen des letzten Jahrhunderts profitieren und sie als Basis weiterer wissenschaftlicher Forschung nutzen.

Bei den herunterladbaren Publikationen handelt es sich um PDFs mit Seitenscans der Originalliteratur, deren Text teils nach Schlagworten durchsucht werden kann. Deshalb muss ggf. mit längeren Downloadzeiten gerechnet werden. Die Dateigrößen sind bei den jeweiligen Publikationen angegeben.

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Wissenschaftliche Literatur zur Mykologie

 

Götz, Hans und Rieth, Hans (Hrsg.) (1969).
Humanpathogene Pilze im Tier- und Pflanzenreich. Vorträge der 5. Wissenschaftlichen Tagung der Deutschsprachigen Mykologischen Gesellschaft in München am 17. und 18. Juli 1965. Berlin 1969.

Publikation öffnen (112 MB)

Götz, Hans und Rieth, Hans (Hrsg.) (1969).
Diagnostik und Therapie der Pilzkrankheiten und neue Erkenntnisse in der Biochemie der pathogenen Pilze. Vorträge der 6. Wissenschaftlichen Tagung der Deutschsprachigen Mykologischen Gesellschaft in Wien am 15. bis 1. Juli 1966. Berlin 1970.

Publikation öffnen (227 MB)

Nolting, Siegfried und Seebacher, Claus (1993).
Ciclopiroxolamin : Wegweiser topischer Mykose-Therapie. Jena 1993.

Publikation öffnen (104 MB)

Rieth, Hans (1979).
Hefe-Mykosen. Erreger - Diagnostik - Therapie. Mit einem Geleitwort von H. Grimmer. München, Berlin, Baltimore 1979.

Publikation öffnen (70 MB)

Rieth, Hans et al. (1983)
Pilze in Medizin und Umwelt. GIT-Supplement 5/83. Darmstadt 1983.

Publikation öffnen (95 MB)

Rieth, Hans (1984).
Pilzdiagnostik - Mykosentherapie. Melsungen 1984

Publikation öffnen (205 MB)

Rieth, Hans (1986).
Mykologische Diagnostik. Darmstadt 1986.

Publikation öffnen (70 MB)

Rieth, Hans (1988).
Mykosen. Anti-Pilz-Diät in 50 Folgen. Melsungen 1988.

Publikation öffnen (50 MB)

Rieth, Hans (1988).
Mykosen. Typische Fälle. Fall 1-50. Melsungen 1988

Publikation öffnen (50 MB)

Rieth, Hans (1989).
Mykosen. Typische Fälle. Fall 51-100. Melsungen 1989

Publikation öffnen (50 MB)

Schirren, Carl (2004).
Die Entwicklung der Mykologie in Hamburg am Beispiel von H. C. Plaut und H. Rieth.
Folia Dermatologica 2, Hamburg 2004.

Publikation öffnen (49 MB)