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Das Herz pumpt das Blut durch unseren Körper und hält so den Blutkreislauf aufrecht. Auf diese Weise sorgt es dafür, dass das Blut alle Organe, Gewebe und Zellen erreicht und diese mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt werden.

In der westlichen Schulmedizin gibt es ein großes Spektrum diagnostischer und therapeutischer Möglichkeiten, Störungen der Herztätigkeit und Organbeeinträchtigungen zu untersuchen und differenziert zu behandeln:

Blutdruck und Pulsfrequenzen können gut medikamentös gesteuert werden; allerdings entsprechend der jeweiligen Verträglichkeit häufig Nebenwirkungen.

Fokussierung auf Herzfunktionen

Durch Beobachtungen mittels EKG oder durch bildgebende Verfahren können Störungen und Organschädigungen schnell erkannt werden. Gefäßverengungen durch Beläge (Plaques) können so gut erkannt und behandelt werden. Dies geschieht in der Regel teilinvasiv, etwa durch das Legen von Bypässen. Allerdings ist über die Ursache der Plaquebildung wenig bekannt. Die Intensivmedizin trägt maßgeblich dazu bei, dass Leben erhalten wird, was heute bei richtiger Anwendung vielfach gelingt. Das ist zweifelsohne ein großer Fortschritt zum Wohl der Allgemeinheit.

Die Grenzen der traditionellen westlichen "Schulmedizin" liegen hier meist bei Störungen, die weder mit den normalen diagnostischen Methoden erkannt noch mit den üblichen Regulierungsmöglichkeiten gut behandelt werden können, z. B. funktionale Störungen des Herzens, bestimmte Formen der Angina Pectoris, nervöse Herzbeschwerden u. ä.

Auch gäbe es mehr Möglichkeiten in der Vorsorge, wenn ein besonderes Augenmerk auf den gesamten Stoffwechsel und seine Störungen durch Erreger gelegt würde, als den Schwerpunkt oft reduziert auf die Beobachtung des Cholesterins zu legen.

In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) gibt es ebenso umfangreiche diagnostische und therapeutische Möglichkeiten wie in der traditionellen westlichen Schulmedizin. Allerdings unterscheiden sich diese in vielen Ansätzen grundsätzlich. Dabei ist von Bedeutung, dass in der TCM besonders bei komplexen Herzfunktionen eine organübergreifende Untersuchung und Feindifferenzierung erfolgt.

Untersuchungen auf Herz und Nieren

Der wesentliche Unterschied zur traditionellen westlicher Medizin liegt bei der TCM in der Differenzierung und Zuordnung der Symptomatik oder Erkrankung über die Brücke des Herzens. Deshalb kommt es darauf an, bei Herzstörungen, die in anderen Organen dafür liegende Ursache in die Therapie zu integrieren, also z. B. Schwächen (Herz-Qi-Mangel) und „Überhitzungen“ des Organs als Resultat anderer Organprozesse zu untersuchen und zu behandeln.

Wichtig ist also, dass organübergreifend untersucht wird und die Ursachen der Störungen in primären Funktionskreisen gefunden werden: also etwa im Zusammenhang mit Leber-Nieren-Störungen. So werden Störungen des Blutdrucks zum Beispiel nicht dem Herzen zugeordnet, sondern den Nieren.

Die Behandlung von Störungen der Herzfunktion erfolgt deshalb zusammen mit der Behandlung anderer Organfunktionsstörungen durch Kräutertees, Moxibustion, Massagen, Akupunktur u. a.

Der Normamed-Ansatz

Normamed betrachtet die Störung der Herzfunktionen auch als Auswirkung einer lange bestehenden funktionalen Störung des Gesamtorganismus, sofern nicht angeborene oder ähnliche Gründe eine Rolle spielen. Dabei werden die diagnostischen Verfahren beider Kulturen parallel angewandt. Aus einer gemeinsamen Bewertung dieser dual gewonnenen Erkenntnisse bietet dann eine neue Therapie neue Möglichkeiten.

Entsprechend der vielschichtigen TCM-Erfahrung vertreten wir die Auffassung, dass eine ganzheitliche Betrachtung aller Funktionen des Körpers zu einer integrativen Medizin führt. Diese umfasst auch besonders die Einstellung aller Stoffwechselfunktionen, Suche und Beseitigung von Erregern und die direkte und indirekte Ursachenmedizin von Fettstoffwechselstörungen durch einen ganzheitlichen Ansatz.

Die Rolle der Krankheiterreger nicht unterschätzen

Die sorgfältige Suche nach Gründen ist mit keiner heutigen Medizin abgeschlossen. In letzter Zeit werden in der Literatur vermehrt Krankheitserreger ursächlich dafür verantwortlich gemacht, dass die Gefäße durch die Bildung von Plaques Schaden nehmen.

Wir haben für die Erreger-Suche Routinen etabliert. Ausführliche Studien, die diese Umstände eindeutig belegen, gibt es bis heute nicht.

Die Ursachen von "Zivilisationskrankheiten" bestimmen

Aber eins kann von besonderer Bedeutung sein und lässt sich mit den Normamed-Methoden auch heute schon erfolgreich realisieren: Eine gesunde Verdauung und die Beseitigung von vielen Nebenerkrankungen, die oftmals in diesem Zusammenhang nicht beachtet werden, entlasten den Körper von vielen Fehlfunktionen. Diese werden oft als „Zivilisationskrankheiten“ zusammengefasst. Diesen könnten aber anders verursacht sein, als es die aktuelle Forschung aus jeweils lediglich einem Kulturkreis heraus betrachtet.

Wissen kombinieren und sinnvoll ergänzen

Es wird niemand behaupten, dass z. B. Entzündungen, Gefäßerkrankungen und Schlafstörungen keine Auswirkungen auf Herz und Herzfunktionen haben. Insofern werden nicht nur Herz-Qi-Mangel, oder Störungen des Funktionskreises Leber-Galle-Milz, wie in der TCM betrachtet, sondern auch mikrobiologische Ursachen , die zu einer „Überlastung“ des gesamten Systems „Körper“ führen können. So verbindet der Normamed-Ansatz die Erkenntnisse der tradtionellen westlichen und östlichen Medizin und erweitert das Spektrum von Untersuchung und Behandlung durch Kombination und Ergänzungen.

In diesem Zusammenhang findet sich auch eine neue Betrachtungsweise des sogenannten „Burnout-Syndroms“. Neben sicherlich mitursächlichen psychischen Faktoren zeigt sich oftmals eine vorausgehende lange Geschichte von Infektionen und Stoffwechselstörungen.