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Der Urin gelangt von den Nieren über die Harnleiter (Ureter) in die Harnblase. Beim Entleeren werden die Schließmuskeln am Blasenboden entspannt, so dass der Urin über die Harnröhre (Urethra) abfließt.

Für die traditionelle westliche Medizin sind Störungen der Harnblasenfunktion oftmals eine Herausforderung, weil Entzündungen des Organs oft trotz Behandlung (immer wieder Antibiotika) chronisch werden. Um dies zu ändern, müsste ein Gesamtstatus der Mikrobiologie erhoben werden, der auch z. B. das Problem der Persorption der Darmwände durch Kolibakterien mit berücksichtigt.

Da solche Störungen oft auf Basis lange vorausgehender Erkrankungen des Verdauungssystems beruhen, ist eine rasche und heute übliche Diagnostik und Therapie oft nicht ausreichend.

Eingeschränkte Diagnostik

Die im Regelfall durchgeführte mikrobiologische Untersuchung besteht überwiegend aus der Untersuchung des Harns, sowie des Blutes auf Harnstoff, Harnsäure und Kreatinin. Andere mikrobiologische Untersuchungen des Magen-Darm-Trakts werden nur in seltenen Fällen und meistens lediglich auszugweise durchgeführt.
Blasenbeschwerden werden durch Auswertung von Urin- und Blutproben und durch bildgebende Diagnostik (z. B. Ultraschall) untersucht. Funktionsstörungen werden auch invasiv (Katheder) und durch Druckmessungen quantitativ bestimmt.

Tendenziell eindimensionale Therapie

Die Behandlung von Blasenerkrankungen erfolgt schulmedizinisch überwiegend durch Gabe von Antibiotika auf das erkennbare Geschehen der akuten Beschwerden.

Die Aufgabe des Funktionskreises der Harnblase ist die zeitweilige Speicherung und Ausscheidung des Urins. Kein anderer Funktionskreis stimmt so stark mit der Funktion des Organs, wie sie die traditionelle westliche Medizin kennt, überein. Die Blase gilt in der Traditionellen Chinesischen Medizin als Organ der Kraft und Störungen führen zu negativen Stimmungen und Gefühlen.
In der Pulsdiagnostik wird die Harnblase zusammen mit der Niere untersucht. Zur Behandlung von Störungen werden primär Tees eingesetzt.

Der Normamed-Ansatz

Sowohl die traditionelle westliche als auch die traditionelle östliche Medizin vernachlässigen die Erkrankungen der Harnblase durch körpereigene Erreger. Hier zeigt sich insbesondere, dass das Wissen von Schulmedizin und Chinesischer Medizin verbunden und ergänzt werden muss: Denn Fehlbesiedlungen, durch die Mikroorganismen im eigenen Körper zu Erregern werden, können nur ursächlich erfolgreich behandelt werden. Der Durchdringung (Persorption) von Mikroorganismen muss durch Einbeziehung aller Verdauungsbeschwerden entgegengewirkt werden.

Fehlbesiedelungen und Infektionen unterscheiden und beachten

Normamed unterscheidet zwischen Fehlbesiedlung mit körpereigenen Keimen und Infektionen durch pathogene Keime. Fehlbesiedlungen betrachtet Normamed also in Hinblick auf nicht gewollte Durchlässigkeit körpereigener Bakterien (z. B. Coli) durch die Darmwände. Diese Bakterien werden dann von der Niere abgesondert und immer wieder durch die Blase ausgeschieden. Zugrunde liegt dabei oft eine Störung der Verdauung, auch wenn man diese so nicht erkannt hat. Diese Erkenntnis bedeutet eine neue Therapiegrundlage für nachhaltigen Erfolg.

Es gilt, diese Prozesse zu erkennen, richtig zu untersuchen und vollständig zu behandeln. Ohne die Kenntnis dieses Funktionsprinzips, für dessen Beurteilung Komponenten der Mikrobiologie (neben anderen schulmedizinischen Verfahren) wichtig sind, erfolgt keine Ursachenmedizin, die das Problem tatsächlich lösen kann.

Einbeziehung der Verdauung in die Behandlung

Aus dieser Sicht sind Behandlungen von (chronischen) Entzündungen und Störungen der Harnblase nur durch Einbeziehung der Verdauung möglich, z. B. Diagnostik von Verstopfungen (Obstipationen) und Durchfällen (Diarrhöen), oft im Wechsel. Ohne Einregulierung dieses Umstandes sind Behandlungen häufig zum Scheitern verurteilt und führen häufig zu neuen Therapieversuchen, z. B. auch durch wiederholte Anwendung von Antibiotika.