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Die wichtigsten Aufgaben der Leber sind:

  • die Spaltung von Fetten (bis auf das Fett von nichtpasteurisierter Milch, einem sehr wichtigen Fett, das direkt vom Darm resorbiert wird)
  • die Speicherung von Nahrungsbestandteilen
  • die Produktion der Galle
  • Beteiligung an den Funktionen des Immunsystems
  • der Abbau von Stoffwechselprodukten, Medikamenten und Giftstoffen
  • und die Regulierung der Nährstoffe (diese werden von der Leber je nach Bedarf ans Blut abgegeben oder aus dem Blut entfernt).
  • die Bereitstellung lebenswichtiger Eiweißstoffe (z. B. Gerinnungsfaktoren)

Die westliche Fachmedizin richtet ihre Aufmerksamkeit in der Regel auf die „Leberwerte“, die aus dem Blutbild gewonnen werden. Die Anzahl der Laborwerte und sonstiger Parameter zur Prüfung der Leberfunktionen liegt in der Regel bei etwa 20. Nur wenige diagnostisch erfahrene Mediziner, die sich intensiver mit Stoffwechselprozessen beschäftigt haben, sagen öffentlich, dass zu einem wirklichen Störungsscreening viele tausend Parameter erforderlich wären.

Bei heute bekannten, von der allgemeinen Norm abweichenden Werten kommt es in westlicher Fachmedizin ggf. zu bildgebender Diagnostik und je nach Umstand und je nach Schwere des Krankheitsbildes auch zu weiteren Untersuchungen, wie ggf. auch Biopsien oder Untersuchungen mit Kontrastmitteln. Da Medikamente zur direkten Therapie kaum zur Verfügung stehen, wird Patienten ein Verhalten nahegelegt, welches im Wesentlichen auf Verzicht basiert, um die Leber „nicht zusätzlich zu belasten“ (Verzicht auf Alkohol, Verzicht auf fettreiche Ernährung etc.) In der westlichen Fachmedizin fehlt es an anderen Formen der Diagnostik und Therapie.

Die westliche Fachmedizin ("Schulmedizin") fokussiert sich damit auf wenige erhebliche Störungen und Organveränderungen, etwa z. B. die Fettleber oder die Hepatitis. Zu vielen ebenso bedeutenden und ebenso wichtigen Fehlfunktionen oder besonders zur frühen möglichen Vermeidung einer schweren Erkrankung fehlt eine entsprechende Diagnostik und Therapie. Ebenso wurde bislang keine vollständige, auch andere Organe systematisch einbeziehende Betrachtung entwickelt oder gelehrt. Damit fehlen auch Versuche, Regulierungsmöglichkeiten der Leberfunktion durch Berücksichtigung anderer Organe in ein Gesamtbild mit einzubeziehen. Da Fehlfunktionen der Leber oft schon Symptome einer weitreichenden Störung vieler anderer Organfunktionen (etwa durch dafür bekannte Infektionen) sind, besteht hier ein sogar „teils verfügbarer Nachholbedarf“, der kaum beachtet wird.

In der Chinesischen Medizin wird die Leber – wie andere Organe  sehr stark ganzheitlich zusammen mit anderem Organen betrachtet.

Puls- und Zungendiagnostik – mit der die westliche Medizin nichts anfangen kann – ergeben oft ein feineres Profil und feinere Differenzierungen bei einer Vielzahl von Leber- und Funktionsstörungen. Damit unterscheidet sich die chinesische Medizin mit einem grundsätzlich umfassenderen Konzept von der westlichen Fachmedizin.

Denn der diagnostischen Differenzierung folgt auch eine entsprechend differenzierte Therapie, teils auch unter Einbeziehung der Funktion der Gallenblase. Dabei wird großer Wert auf den Fluss des Leber-Qi gelegt.

Die Leber stimuliert die Gallensekretion der Gallenblase und gewährleistet den harmonischen Qi-Fluss im Darm und z. B. auch der Gebärmutter, daher der Einfluss auf die Menstruation. Sie hat auch eine herausragende Wirkung auf den emotionalen Zustand. Störungen äußern sich als Wut. Hier findet sich eine starke wechselseitige psycho-physische Verknüpfung.

Zur Therapie von Störungen des Leber-Qi wendet die Chinesische Medizin Akupunktur und eine Vielzahl von Kräutern und kombinierten Behandlungen an. Im Gegensatz zur westlichen Fachmedizin steht ihr damit ein großes Spektrum von diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten zur Verfügung.

Ein Beispiel für das Ineinandergreifen der Organfunktionen in der Sicht der Traditionellen Chinesischen Medizin sind die Erkrankungen des Herzens. Hier betrachtet die TCM auch eine Stagnation des Leber-Qi (also auch eine Leber-Gallenblase-Funktionsstörung) als mögliche Ursache.

So sind viele Herzfunktionen in der Gesamtbasisfunktion stark an die Funktion von Nieren geknüpft. Aus Sicht der Chinesischen Medizin lassen sich einige Herzerkrankungen also ohne Einbeziehung der Nieren nicht oder nur schwer behandeln. Da deren Funktion stark an die der Leber gebunden ist, zeigt sich die Wichtigkeit eines übergreifenden Vorgehens. Bei guter Diagnostik kann aber so reagiert werden, dass Störungen nicht zu chronischen Schädigungen werden.

Zusammenfassend zeigt sich eine zentrale Bedeutung der Leber im Rahmen des Wechselspiels der Organe:

  • bei Störungen der Leber-Galle-Funktionen
  • bei Fettstoffwechselstörungen / Cholesterinstörungen
  • bei Augenerkrankungen
  • bei Kopfschmerzen/Migräne
  • bei vielen Störungen des Immunsystems
  • bei Stimmungsschwankungen / Depressiven Stimmungen / Schlafstörungen
  • bei ausbleibenden Schwangerschaften (Infertilität)

Eine Erkrankung der Leber wird als Ursache vieler schwerer Krankheiten erkannt. Insbesondere beachtet die Chinesische Medizin auch schnelle Wechsel der Störungen, die sich punktuellen Betrachtungen der westlichen Fachmedizin oft entziehen: Hier zeigen sich dann Leberstörungen in rasch ausbrechenden Hautausschlägen, plötzlich auftretendem Tinnitus, unvermittelten Wut- und Zornesausbrüchen oder in schweren Fällen auch in einem Schlaganfall, plötzlichem Kollaps und Koma.

Der Normamed-Ansatz

Normamed verbindet und ergänzt die Beobachtungen und Vorgehensweisen der traditionellen westlichen Fachmedizin (insbesondere einer genauen Labordiagnostik, Bildgebung durch Ultraschall ohne Kontrastmittel und der Mund-Rachen-Anamnese (MRA)) mit den mannigfaltigen Betrachtungen aus der Traditionellen Chinesischen Medizin.
Normamed teilt die Auffassung beider Kulturkreise, dass der Entlastung der Leber von Störungen und Fehlverstoffwechselung eine besondere Bedeutung zukommt. Normamed bedient sich dabei der jeweiligen Erfahrungen und Erkenntnisse, erweitert diese aber um den unverzichtbaren Bereich der sorgfältigen Mikrobiologie des Intestinaltraktes, da nur durch Erregernachweise nachhaltig wesentliche und störende Kernfaktoren ursächlich behandelt werden können.

Kernaufgabe: Herstellung einer intakten Leberfunktion

Ein Kern der Normamed-Methode ist die Herstellung einer intakten Leberfunktion. Dadurch soll auch die Leistungsfähigkeit der Milz gefördert werden. Zur Regulierung der Leber-Gallenblase-Funktion wird auch die Normamed-Mund-Rachen-Diagnostik (MRD) eingesetzt – ein Alleinstellungsmerkmal dieser Medizin. Sie erlaubt durch die Beurteilung der feinen Funktionen der Gallenblase eine intakte Leber-Gallenblase-Funktion zu erreichen, die wiederum eine Basis für die Regulierung der Milz ist. Diese so wichtige Komponente zur Feinregulierung fehlt heute jeder anderen Medizin.

Die Wiederherstellung der Leber-Gallenblase-Funktion erfordert je nach Krankheitsbild mehrere Komponenten. Dazu gehört auch, dass die Leber von Stressoren entlastet wird, die sie bei ihrer Regulierungsaufgabe behindern. Solche Stressoren sind zum Beispiel verschiedene und individuell unterschiedliche Nahrungsmittel, die zu Funktionsstörungen der Verdauung führen können – aber auch Auswirkungen von Infektionen.

Für eine gesunde Leber: Bekämpfung von Erregern

In diesen Zusammenhang gehören zum Beispiel pathogene Hefen wie z. B. Candida albicans, Candida species und andere pathogene Hefen. Diese verursachen mit ihrem täglichen Abbau gesunder Nahrung hochgiftige Toxine, die in großer Menge von der Leber und den Nieren abgebaut werden müssen. Als Beispiel seien Fuselalkohole genannt, durch die mit pathogenen Hefen infizierte Menschen auch ohne Alkoholgenuss oder die wenig oder selten Alkohol trinken eine Alkoholleber entwickeln.

Normamed rückt auch weitere Mikroorganismen, die besonders sonst in diesem Zusammenhang keine Beachtung finden, in den Fokus einer neuen Ursachenmedizin. Dabei handelt es sich z. B. oft um die Auswirkung erkannter und nichterkannter Infektionen mit Helicobacter pylori. Hier erfolgt ein Nachweis schonend und nicht-invasiv. Ein kombiniertes System der Diagnostik ermöglicht auch ohne Endoskopie (Magenspiegelung) eine entsprechend wichtige Diagnose.

Auch 30 Jahre nach der Entdeckung von Helicobacter pylori stehen in der Forschung noch viele Belege aus, die die hohe Pathogenität des Erregers auch außerhalb des Magen-Darm-Geschehens belegen.

Die Kombination Helicobacter pylori/Pathogene Hefen ist bei vielen chronischen und oft auch schweren Krankheiten häufig. Diese beiden Erreger zusammen schaffen dermaßen komplexe Krankheitsbilder, dass es bei medizinischer Sorgfalt unumgänglich ist, hier nach beiden Erregergruppen sehr sorgfältig zu suchen. Denn für beide stehen bereits heute bei Optimierung der Reihenfolge der Therapie sehr gute Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung.

Beide Erreger sind für sich allein schon selbst für die Entstehung von Tumorerkrankungen verantwortlich. In Kombination „unterstützen“ sie sich auch dabei wechselseitig. Das unterstreicht auch ihre Bedeutung in der Vorsorge – man muss ja nicht darauf warten, dass es zu vermeidbaren Diagnosen kommt.