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Die Nieren steuern u. a. den Wasserhaushalt, dienen der Blutdruckeinstellung und regulieren durch die Kontrolle der Zusammensetzung des Harns den Elektrolythaushalt und den Säure-Basen-Haushalt des Körpers.
Der pH-Wert des Blutes darf nur in sehr engen Grenzen schwanken, größere Änderungen in Richtung „saurer“ oder „alkalischer“ führen zum Tod. Regulation des gelösten Elektrolytgehalts im Blut (Homöostase) erfolgt bei Natrium, Kalium, Calcium, Magnesium, Phosphat und Bicarbonat.
Durch Hormonbildung übernehmen die Nieren maßgebliche Steuerfunktionen: z. B. Renin (Enzym, dient der kurzfristigen Blutdruckregulation), Erythropoetin (stimuliert die Blutbildung), Calcitriol (Vitamin D, ist am Calciumstoffwechsel beteiligt).
Wichtig ist die maßgebliche Beteiligung (neben der Leber) an der Synthese von Zucker (Gluconeogenese). Mit zu berücksichtigen sind die Nebennieren, die den Wasserhaushalt unterstützen (Aldosteron), an der Verstoffwechselung von Zucker beteiligt sind (Hormonproduktion aus Cortisol) und für die Ausschüttung von Sexualhormonen sorgen (Androgene).

Die traditionelle westliche Medizin verfährt in der Nierendiagnostik oft quantitativ: Nierenleistungen werden gemessen, Werte werden bestimmt. Durch Beklopfen oder Betasten wird zunächst nach erheblichen Organveränderungen und Schmerzreaktionen gefragt.

Bei Auffälligkeiten erfolgen entweder je Befund medikamentöse Ausgleichsversuche (etwa z. B. durch Nahrungsergänzungsmittel) oder weiterführende Diagnostik durch bildgebende Verfahren (z. B. Ultraschall, Tomografie), häufig MRT oder Biopsien (Gewinnung von Materialproben).
In der quantitativen und bildgebenden Diagnostik ist die westliche Fachmedizin gut entwickelt.

Weniger entwickelt ist die organübergreifende Analyse, bei der besonders der Magen-Darm-Trakt eine wichtige Bedeutung inne hat. Auch wird eine „Überlastung“ der Nieren durch Krankheitserreger, die sie teils in die Blase ausscheiden, meist wenig beachtet.
Wir haben u. a. beobachtet, dass z. B. alleine eine Behandlung intestinaler Mykosen zu einer raschen Senkung von z. B. erhöhten Kreatinwerten führt, ohne dass dabei andere Maßnahmen angewandt wurden.

In der Traditionellen Chinesischen Medizin steht die Bezeichnung „Nieren“ für einen Funktionskreis, zu dem nicht nur die Nieren gehören. Die Nieren selbst gelten als Wurzel des Yin, dessen erworbene Anteile durch Nahrungsaufnahme erneuert werden. Wichtig ist es zu wissen, dass Menschen mit schwacher Konstitution bei entsprechender Lebensführung, also entsprechend kleinem Yin-Verbrauch in der Lage sind, ein hohes Alter bei guter Gesundheit zu erreichen. Insofern macht sich an den Organfunktionen der Nieren die Lebensqualität und auch Lebenslänge eines Menschen fest. Ein schwaches Nieren-Yin führt zu Schlafstörungen.

Zum Funktionskreis der Niere gehören auch die Lunge und die Milz

Dem Funktionskreis der Niere kommt bei der TCM eine entscheidende Bedeutung bei der Verteilung und Regulierung der Körperflüssigkeiten zu. Er reguliert das Gleichgewicht, dessen Störung etwa durch die Menge und die Farbe des Urins deutlich wird: Ist die Menge groß und die Farbe blass, bedeutet das eine Schwäche des Nieren-Yangs (Kälte-Symptomatik); spärlicher dunkler Harn deutet auf eine Schwäche des Nieren-Yin (Hitze-Symptomatik).
Die Nieren sind generell für Ausscheidungen wichtig. Es müssen andere Organe ausreichend mit Nieren-Qi versorgt werden. In gewisser Weise greift die Nierenfunktion so ständig über ihren Bereich hinaus, denn auch Dünndarm und Dickdarm stehen, da sie mitverantwortlich sind für die Trennung von klaren und trüben Säften, direkt unter ihrer Kontrolle.
Die Traditionelle Chinesische Medizin sieht auch einen Zusammenhang zwischen den Lungen- und den Nierenfunktionen. Wichtig ist auch die zentrale Rolle der Milz im Zusammenhang mit der Säfteproduktion. Die nötige Wärme für diesen Prozess bekommt sie vom Yang der Niere. Darin zeigt sich eine bedeutungsvolle Verbindung dieser Organe.

Gute Behandlungsmöglichkeiten im Rahmen der TCM

In der Chinesischen Medizin bilden Verdauung, Nieren und Milz einen herausragenden Kreis für die Behandlung ernster Krankheiten. Zum Einflussbereich der Nieren gehört in der Chinesischen Medizin auch die Harnblase.
Störungen der Niere werden wie die anderer Organe im Rahmen der Chinesischen Medizin insbesondere mit Kräutern und Tees, Akupunktur und Moxibustion behandelt.
Es steht in der Chinesischen Medizin ein umfangreiches Spektrum diagnostischer und therapeutischer Maßnahmen zur Verfügung, mit der Nierenerkrankungen behandelt werden können – für die in der westlichen Schulmedizin keine Therapie zur Verfügung steht. Darüber hinaus werden Störungen der Nierenfunktion stark differenziert – die feinen Unterscheidungen sind die Grundlage jeder Heilung einer Vielzahl von Krankheiten.

Der Normamed-Ansatz

Normamed verbindet die westliche und östliche Sichtweise der Organfunktion der Nieren: Die Nieren werden als eines der wichtigsten Organsysteme angesehen. Nierenerkrankungen werden verstärkt in Verbindung mit Stoffwechselerkrankungen und Verdauungsstörungen diagnostiziert und entsprechend kombiniert therapiert.

Einbezug der Verdauung, besondere Aufmerksamkeit auf Infektionen

Belastungen der Nieren mit Toxinen entstehen meistens durch diejenigen Gifte, die der Körper durch Fehlverstoffwechselung oder Krankheitserreger selbst produziert. Deshalb werden in der Normamed-Methode Regulierungsprozesse der Verdauung einbezogen. Auch körperlichen Reaktionen auf Gifte, die bei Infektionen von Mikroorganismen produziert werden, gilt besondere Aufmerksamkeit.
Es geht in dem therapeutischen Schwerpunkt auch darum, die Bildung der Gifte durch Mikroorganismen zu vermeiden Wir suchen mit einem besonderen Verfahren der Probengewinnung nach entsprechenden Erregern.