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Das mit seinen zwei Lungenflügeln paarig angelegte Organ der Lunge dient der Atmung und damit dem Gasaustausch: Sauerstoff wird aus der Luft aufgenommen und Kohlendioxyd als ein Endprodukt des Körperstoffwechsels abgegeben.

Die traditionelle westliche Medizin sieht ihre Hauptaufgabe in der Behandlung von Organstörungen, zum Beispiel durch Rauchen oder Staub, die die unmittelbaren Funktionen der Lunge betreffen. Deshalb werden in der Regel auch Entzündungen und Infektionen insbesondere antibiotisch behandelt. Allergene finden bei chronischen Beschwerden fortschreitend größere Beachtung.

Konzentration der Untersuchungen und Behandlungen auf die Lunge selbst

Für akute und chronische Lungenerkrankungen steht eine umfangreiche Diagnostik zur Verfügung, die vom Abklopfen über Lungenfunktionsdiagnostik bis zu Endoskopien und Röntgendiagnostik reicht. Die Behandlungsmöglichkeiten sind vielfältig, bestehen aber in der Regel aus einer direkte Einflussnahme auf den Bereich der Lungen und Bronchien.

In der Traditionellen Chinesischen Medizin gilt die Lunge als ein „zartes Organ“ und ist als solches besonders anfällig. Auf Einflüsse von Wind, Nässe und Kälte reagiert die Lunge mit einer Schwächung des Lungen-Qi.

Die Lunge als Teil eines Funktionskreises

Die Lunge gehört zum Funktionskreis Lunge-Dickdarm, was besonders deutlich die Rolle der organübergreifenden Betrachtung der östlichen Heilkunde zeigt. Durch Beobachtungen dieser Zusammenhänge wird ein Beitrag zur Ursachenmedizin geleistet, der oft die Erkenntnisse der traditionellen westlichen Medizin erheblich ergänzt: So wird etwa bei Organstörungen der Lunge auch der Darm mitbehandelt. In der Folge zeigt sich, dass viele Veränderungen und Prozesse an Oberflächen des Körpers (Haut, Schleimhaut und Haare, Schweißregulierung) mit diesem Funktionskreis zusammenhängen.

Regulierung der Wechselwirkungen

Eine Schwäche des Lungen-Qi wirkt sich auf die Nierenfunktionen aus, während eine Schwäche der Milzfunktionen die Lunge beeinträchtigt. So zeigt sich, dass Ursachen der Störungen des körperlichen Gleichgewichts für eine nachhaltige Gesundung über alle Organe hinweg aufgespürt werden sollten.

Therapeutisch stehen der TCM z. B. Tuina-Massagen, Akupunktur und Kräuter zur Verfügung. Auch der richtigen Ernährungseinstellung kommt eine große Bedeutung zu: So wird zu große Kälte im Bereich Magen-Darm und zu große Hitze im Bereich Lunge vermieden.

Der Normamed-Ansatz

Normamed nutzt alle diagnostischen Möglichkeiten der traditionellen westlichen Medizin zur Beobachtung unmittelbarer Organstörungen und Organschädigungen. Insbesondere aber bei chronischen Beschwerden und starker Infektionsneigung werden mit den Mitteln der TCM die Organprozesse im Zusammenwirken untersucht und reguliert. So ergänzt Normamed die diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten beider Kulturkreise durch den Einbezug der Beobachtung wichtiger Störquellen und Erkrankungsursachen. Besondere Berücksichtigung findet auch die Unterscheidung der Erkrankung der Bronchien und von solchen der Lunge im engeren Sinne: Hier führen unspezifische Zuordnungen des Erkrankungsortes immer wieder zu neuen Behandlungen ohne die gewünschte Besserung. Die soll im Rahmen der Normamed-Ursachenmedizin vermieden werden.

Die Rolle von Ernährung, Verdauung und Infektionen

Insbesondere zur Prävention und zur Vermeidung von chronisch werdenden Erkrankungen der Lunge und Bronchien wird auf Möglichkeiten der Verdauungsregulierung und der Ernährungssteuerung zurückgegriffen.
Oftmals befinden sich Erreger nicht in der Lunge, sondern in den Bronchien. Dazu gehören z. B. Hefen der Gattung Candida, die zu chronischem Husten führen. Hier muss durch eine gesonderte Probengewinnung durch Aushustung mit genauer Anleitung Klarheit geschaffen und differenziert werden.
Bei der Behandlung von allen Erkrankungen der Lunge machen wir von einer wichtigen Erkenntnis der chinesischen Medizin Gebrauch, die davon ausgeht, dass Störungen der Verdauung (hier z. B. Kälte) zu Hitze in der Lunge führen.

Feinregulierung des Stoffwechsels und Erregerbehandlung

Es ist also geboten, bei allen Erkrankungen der Lunge auch an die Feinregulierung des Stoffwechsels zu denken und diese sorgfältig durchzuführen. Auch kommt der Eradikation von Erregern, an anderen Stellen im Körper, eine besondere Bedeutung zu, damit immunologische Prozesse auch „am Geschehen Lunge“ zur Verbesserung des Allgemeinzustands führen. Zudem können dann starke Medikamente besser vertragen und aufgenommen werden, was wiederum initiale Therapien unterstützt.